Dienstag, 31. Januar 2012

4 - Bei Siemens und Imperial Logistics

Montag, den 30.1.2012
(von Daniela Erger)

Frühstück

6.30 Uhr aufstehen, klares Zeichen die Studienfahrt hat begonnen! Fertig machen, Sachen packen und ab zum Frühstück. Es gibt frisches Obst, Müsli und Eier auf unterschiedliche Arten zubereitet, zu empfehlen ist das „Egg Special“.

7.15 Uhr ist Abfahrt, woraus allerdings 7.24 Uhr wird. So ganz klappt das mit der Pünktlichkeit noch nicht, aber es ist ja erst der zweite Tag, also bleibt noch Zeit zum Üben. Heute stehen die ersten zwei Firmenbesuche an bei Siemens und Imperial Logistics.
Bei Siemens angekommen werden wir freundlich begrüßt. Wir werden, nach einer kurzen Vorstellung des Unternehmens, in zwei Gruppen aufgeteilt und durch das Unternehmen geführt. Im Unternehmen herrscht ein sehr herzliches Miteinander. Nach einem Gruppenfoto verabschieden wir uns und machen uns auf den Weg zu unserem zweiten Firmenbesuch.

Siemens

Angekommen bei Imperial Logistics gibt es erst mal kalte Getränke, Kaffe, Tee und Kekse. Auch hier wird uns, mit Hilfe von zwei Präsentationen, ein kleiner Einblick in das Unternehmen geboten. Die Mitarbeiter wollten uns scheinbar sehr gut und haben den Präsentationsraum in einen Eiskeller verwandelt. Nach den Präsentationen wurde uns dann auch dieses Unternehmen gezeigt. Auf der Agenda, die uns in einer der Präsentationen gezeigt wurde, stand unter anderem Lunch drauf, worauf wir uns alle sehr freuten. Wieder angekommen in der Eingangshalle, werden wir aufmerksam auf ein sehr interessantes Poster. Das Poster wirbt für Kondome und gibt sehr interessante Erklärungen, warum Mann ein Kondom benutzten soll. Die Erklärungen sind beispielsweise: ein Kondom soll benutzt werden, wenn man verheiratet ist und nicht treu sein kann. Oder wenn man mit Frauen schläft, die unter 18 Jahre sind etc.. Sehr interessante und überzeugende Argumente!

Imperial Logistics

Wir fahren kurz zum administrativen Teil des Unternehmens. Dort angekommen freuen sich alle auf das Lunch, welches aus kleinen Sandwiches und kalten Variationen von Fleisch besteht. Auch hier wird der administrative Bereich erst durch eine Präsentation und später durch eine detaillierte Veranschaulichung der Arbeit selbst vorgestellt. Wir könnten schon fast da anfangen.


Auf dem Rückweg fahren wir mitten durch Johannesburg, wobei uns der Fahrer mittteilt, welche Ecken wir meiden sollten und wo wir hingehen können. Erstaunlich ist wie viele Golf1 wir hier zu sehen bekommen. Hier gibt es auch noch Golf1 vom Baujahr 2010 mit 12 km Laufleistung.
Natürlich darf auch in Johannesburg das „Zwischenbier“ nicht fehlen; so halten wir an und gehen in eine Kneipe. Ich glaube der Wirt hatte noch nie so viele „Weiße“ in seiner Kneipe. Auch die Stammgäste kommen beim Eintreten ins stoppen und schauen sich um, ob sie in der richtigen Kneipe gelandet sind.

Wieder im Guesthouse angekommen machen wir uns nach einer Verschnaufpause auf den Weg zum Abendessen. Wir landen in einem kleinen Lokal mit sehr leckerem Essen; es gab Burger, Pasta, Fisch etc. und jeder ist satt geworden. Nach dem Essen gehen wir nebenan in eine Cocktailbar.
So gegen 23.00Uhr verabschiedet sich ein kleiner Teil der Gruppe und geht in die vorgestern gefundene „Stammkneipe“. Irgendwann machen auch wir restlichen uns auf den Weg von der Cocktailbar Richtung Guesthouse. Dort angekommen setzte wir uns noch gemütlich in den Garten und lassen den Abend ausklingen.

Daniela Erger

Eingang der Stammkneipe

3 - Hangover in Johannesburg

Sonntag, den 29.1.2012
(von Dominik Waldmann und Christian Pfefferkorn)

Ginnegaap Guesthouse in Melville

Am zweiten Tag unserer Reise ging es darum die neue Umgebung kennen zu lernen. Unsere tollen Erwartungen des Vorabends wurden hierbei weit übertroffen. Sommerliche Temperaturen ließen die üblichen Sorgen des Morgens wie im Flug verschwinden. Wir genossen ein unglaublich leckeres Frühstück auf der Veranda und ein anschließendes Sonnenbad im Garten unseres Guesthouse.


Gegen Mittag beschlossen wir, einen traditionell afrikanischen Markt zu besuchen. Nette Taxifahrer beförderten uns zu einem absoluten Freundschaftspreis von nur 600 Rand (60€) zu dem 3 km entfernten Markt. Wie es auf einem traditionellen Markt hier üblich ist, stürmten wir alle zuerst in einen Vodacom-Shop und besorgten uns Prepaid-Karten. Direkt darauf begegneten wir wieder einem selbstlosen Afrikaner, der uns nach einer geringen Bearbeitungsgebühr und selbstgeschaffenen Steuern (zusammen 30%) unsere liebgewonnen „Blüten“ aus Europa wechselte.

Mit den dicken Scheinen in der Tasche ging es nun in die engen Gassen des Marktes in der Händler Handwerkskunst aus ganz Afrika anboten. Das Vorankommen war sehr mühselig, da man an jedem Stand mit der freundlichen Frage: „Where do you come from?“ empfangen wurde. Danach richtete sich dann auch die Preiskalkulation, welche uns dann mit einem „special price for his german friends“ offeriert wurde.


Es musste jede Menge Überzeugungsarbeit geleistet werden, um den Preis auf ein halbwegs afrikanisches Niveau zu drücken, wobei uns die afrikanischen Händler durch eine sehr offene und nette Art und Weise viel Spaß bereiteten. Ein starkes Argument der Händler war hierbei ihre unglaubliche Vielfalt an Waren aus den unterschiedlichen Kulturkreisen Afrikas, welche uns an jedem Stand von neuem begeisterte. Von dort ging es in ein Parkhaus, welches zu unserer Verwunderung in einen Wochenmarkt umfunktioniert wurde. Hier wurden unglaublich viele afrikanische Köstlichkeiten angeboten und wir konnten viele neue Gerüche und Eindrücke wahrnehmen.

Am Abend hatten wir die Möglichkeit, im Garten unseres Guesthouse einen Grillabend auszurichten. Hierzu plünderten wir die Fleischvorräte des örtlichen Supermarkts. Zum Nachspülen versorgten wir uns mit kühlen Erfrischungsgetränken aus unserem "Stammlokal “. Den strahlenden Augen des Wirtes konnten wir entnehmen, dass wir seinen Monatsumsatz gerade verdoppelt hatten.

Mit fortschreitendem Abend waren einige der Meinung, dass das Fleisch doch sehr trocken war, so dass nochmals nachgespült werden musste. Aufgrund der geringen Lagervorräte blieb uns nichts anderes übrig als wiederum unser Stammlokal aufzusuchen.


Hier haben wir den Abend zu Klängen von Bob Marley und Cascada ausklingen lassen im Bewusstsein, dass der nächste Morgen Kopfschmerzen bereiten wird.


Get up, stand up, ....


Dominik Waldmann

Christian Pfefferkorn

Sonntag, 29. Januar 2012

2 - Über den Wolken

Samstag, den 28.1.2012
(von Horst-G. Lippold)

Heute geht es endlich los und während ich dies schreibe, fliegen wir schon über den Wolken südlich des Äquator zu unserem Ziel nach Johannesburg. Der Tag begann so früh wie der gestrige spät endete und um viertel vor vier klingelte mich der Wecker aus dem Bett, damit die Reise nicht schon an der verpassten S-Bahn zum Flughafen scheitert.

Um fünf Uhr morgens haben wir uns dort beim Check-in getroffen und die erste Etappe nach Amsterdam angetreten. Seit Stunden fliegen wir jetzt über Afrika; erst über die Sahara und mittlerweile über wolkenverhangenen Urwald, immer begleitet von der Nachmittagssonne, die uns erst jetzt im Westen verlässt.

Die Welt sieht schön aus von oben so ganz ohne Grenzen. Und wie heißt es so schön bei Reinhard Mey: über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein. Die auf manchen Bildschirmen sichtbare Flugroute zeigt seltsame und fremde Namen wie Bakwanga oder Lubumbashi. Alle sind müde und freuen sich riesig auf die bevorstehenden Tage und Nächte. Es heißt, Afrika hat einen besonderen und einzigartigen Geruch, den man beim Verlassen des Flugzeugs das erste Mal wahrnimmt und nie wieder vergisst. Ich bin sehr gespannt darauf und fiebere unserer Ankunft entgegen.

Wir werden nachher (gegen 23 Uhr) am Flughafen abgeholt von Rene oder Jack, die uns auch in den nächsten Tagen in Johannesburg und umzu mit einem Kleinbus zu unseren Zielen fahren werden.

Im Flugzeug ging es bei unserer Truppe schon reichlich feucht-fröhlich zu und ich glaube, wir haben die Biervorräte arg strapaziert. Wenn wir gegen Mitternacht in unserem Ginnegaap Guesthouse im Stadtteil Melville ankommen, wollen wir noch im Garten unterm Sternenhimmel zusammensitzen und den ersten Tag mit isotonischen Gerstensäften ausklingen lassen.

Tja, liebe Leser, nur die Harten kommen in den Garten; der dürfte allerdings auch wärmer als zuhause in Köln sein.


In dem Sinne

and if I don´t see You:

good afternoon, good evening and good night

Ihr Horst-G. Lippold

1 - Morgen geht es los

Freitag, der 27.1.2012
(von Horst-G. Lippold)

Die Koffer sind gepackt und die letzten Reisevorbereitungen abgeschlossen. Die Reise hat buchstäblich bis zum letzten Tag noch Anpassungen und Änderungen erfahren und die Vorbereitungen waren reichlich aufreibend. Meine große Sorge ist wie immer, etwas zu übersehen oder vergessen zu haben und ich glaube, es wird dauern, bis ich heute einschlafe.

Am Donnerstagabend hatte ich auf der Absolventenfeier für die berufsbegleitend studierenden Ingenieure Herrn Gerlach, den neuen Leiter der Siemens ZN Köln kennengelernt und der hat es am Vortag unserer Abreise tatsächlich fertiggebracht, uns noch einen Besuch bei Siemens in Johannesburg zu organisieren (was mir vorher über eineinhalb Monate nicht gelungen ist). Das Tempo dieser Aktion hat mir doch etwas die Sprache verschlagen und zeigt wieder einmal, dass es wie immer im Leben nur darauf ankommt, dass sich die richtigen Leute der Sache annehmen. Ich bin Herrn Gerlach jedenfalls sehr dankbar.

Bei unserer Studienfahrt ist im offiziellen Teil folgender Reiseablauf geplant:

Sa 28.1. Köln Hinflug nach Johannesburg

So 29.1. Jo´burg frei,Kulturprogramm

Mo 30.1. Jo´burg Firmenbesuche Siemens und Imperial Logistics

Di 31.1. Jo´burg Firmenbesuch Phola Coal Plant in Ogies

Mi 1.2. Jo´burg frei, 12.30 Uhr Zugfahrt nach Kapstadt

Do 2.2. Kapstadt 15.30 Uhr Ankunft, frei

Fr 3.2. Kapstadt Firmenbesuche Capespan Exports und GKN Sinter Metals

Sa 4.2. Kapstadt Kulturprogramm, frei

So 5.2. Kapstadt Kulturprogramm , frei

Mo 6.2. Kapstadt Firmenbesuche MTU, Freudenberg

Di 7.2. Kapstadt Busfahrt nach Port Elisabeth

Mi 8.2. Port Elisabeth Firmenbesuche VW, Rehau, Nachtfahrt nach Durban

Do 9.2. Durban Firmenbesuche Dube Port, SAPREF (Shell)

Fr 10.2. Durban Busfahrt über Swasiland nach Maputo/Mosambik

Sa 11.2. Maputo frei bzw. Rückfahrt nach Jo´burg und Heimflug

Der Großteil der Gruppe wird im Anschluss an den offiziellen Teil der Studienfahrt noch einige Tage am Strand oder in Nationalparks verbringen und bis zum Ende der folgenden Woche zurückreisen nach Köln. Ich selbst werde einen alten Traum realisieren und mit einer Teilnehmerin und einer englischen Gruppe den Kilimandscharo besteigen (oder es wenigstens versuchen).

Tja, das werden sicherlich aufregende Tage und lange Nächte und ich bin wie alle voller Vorfreude auf den morgigen Tag.

In dem Sinne

and if I don´t see You:
good afternoon, good evening and good night

Ihr Horst-G. Lippold