(von Dominik Waldmann und Christian Pfefferkorn)
Am zweiten Tag unserer Reise ging es darum die neue Umgebung kennen zu lernen. Unsere tollen Erwartungen des Vorabends wurden hierbei weit übertroffen. Sommerliche Temperaturen ließen die üblichen Sorgen des Morgens wie im Flug verschwinden. Wir genossen ein unglaublich leckeres Frühstück auf der Veranda und ein anschließendes Sonnenbad im Garten unseres Guesthouse.
Gegen Mittag beschlossen wir, einen traditionell afrikanischen Markt zu besuchen. Nette Taxifahrer beförderten uns zu einem absoluten Freundschaftspreis von nur 600 Rand (60€) zu dem 3 km entfernten Markt. Wie es auf einem traditionellen Markt hier üblich ist, stürmten wir alle zuerst in einen Vodacom-Shop und besorgten uns Prepaid-Karten. Direkt darauf begegneten wir wieder einem selbstlosen Afrikaner, der uns nach einer geringen Bearbeitungsgebühr und selbstgeschaffenen Steuern (zusammen 30%) unsere liebgewonnen „Blüten“ aus Europa wechselte.
Mit den dicken Scheinen in der Tasche ging es nun in die engen Gassen des Marktes in der Händler Handwerkskunst aus ganz Afrika anboten. Das Vorankommen war sehr mühselig, da man an jedem Stand mit der freundlichen Frage: „Where do you come from?“ empfangen wurde. Danach richtete sich dann auch die Preiskalkulation, welche uns dann mit einem „special price for his german friends“ offeriert wurde.
Es musste jede Menge Überzeugungsarbeit geleistet werden, um den Preis auf ein halbwegs afrikanisches Niveau zu drücken, wobei uns die afrikanischen Händler durch eine sehr offene und nette Art und Weise viel Spaß bereiteten. Ein starkes Argument der Händler war hierbei ihre unglaubliche Vielfalt an Waren aus den unterschiedlichen Kulturkreisen Afrikas, welche uns an jedem Stand von neuem begeisterte. Von dort ging es in ein Parkhaus, welches zu unserer Verwunderung in einen Wochenmarkt umfunktioniert wurde. Hier wurden unglaublich viele afrikanische Köstlichkeiten angeboten und wir konnten viele neue Gerüche und Eindrücke wahrnehmen.
Am Abend hatten wir die Möglichkeit, im Garten unseres Guesthouse einen Grillabend auszurichten. Hierzu plünderten wir die Fleischvorräte des örtlichen Supermarkts. Zum Nachspülen versorgten wir uns mit kühlen Erfrischungsgetränken aus unserem "Stammlokal “. Den strahlenden Augen des Wirtes konnten wir entnehmen, dass wir seinen Monatsumsatz gerade verdoppelt hatten.
Mit fortschreitendem Abend waren einige der Meinung, dass das Fleisch doch sehr trocken war, so dass nochmals nachgespült werden musste. Aufgrund der geringen Lagervorräte blieb uns nichts anderes übrig als wiederum unser Stammlokal aufzusuchen.
Hier haben wir den Abend zu Klängen von Bob Marley und Cascada ausklingen lassen im Bewusstsein, dass der nächste Morgen Kopfschmerzen bereiten wird.
Get up, stand up, ....
Dominik Waldmann
Christian Pfefferkorn
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen