Heute geht es endlich los und während ich dies schreibe, fliegen wir schon über den Wolken südlich des Äquator zu unserem Ziel nach Johannesburg. Der Tag begann so früh wie der gestrige spät endete und um viertel vor vier klingelte mich der Wecker aus dem Bett, damit die Reise nicht schon an der verpassten S-Bahn zum Flughafen scheitert.
Um fünf Uhr morgens haben wir uns dort beim Check-in getroffen und die erste Etappe nach Amsterdam angetreten. Seit Stunden fliegen wir jetzt über Afrika; erst über die Sahara und mittlerweile über wolkenverhangenen Urwald, immer begleitet von der Nachmittagssonne, die uns erst jetzt im Westen verlässt.
Die Welt sieht schön aus von oben so ganz ohne Grenzen. Und wie heißt es so schön bei Reinhard Mey: über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein. Die auf manchen Bildschirmen sichtbare Flugroute zeigt seltsame und fremde Namen wie Bakwanga oder Lubumbashi. Alle sind müde und freuen sich riesig auf die bevorstehenden Tage und Nächte. Es heißt, Afrika hat einen besonderen und einzigartigen Geruch, den man beim Verlassen des Flugzeugs das erste Mal wahrnimmt und nie wieder vergisst. Ich bin sehr gespannt darauf und fiebere unserer Ankunft entgegen.
Wir werden nachher (gegen 23 Uhr) am Flughafen abgeholt von Rene oder Jack, die uns auch in den nächsten Tagen in Johannesburg und umzu mit einem Kleinbus zu unseren Zielen fahren werden.
Im Flugzeug ging es bei unserer Truppe schon reichlich feucht-fröhlich zu und ich glaube, wir haben die Biervorräte arg strapaziert. Wenn wir gegen Mitternacht in unserem Ginnegaap Guesthouse im Stadtteil Melville ankommen, wollen wir noch im Garten unterm Sternenhimmel zusammensitzen und den ersten Tag mit isotonischen Gerstensäften ausklingen lassen.
Tja, liebe Leser, nur die Harten kommen in den Garten; der dürfte allerdings auch wärmer als zuhause in Köln sein.
In dem Sinne
Ihr Horst-G. Lippold

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