Samstag, 11. Februar 2012

14 - Tierische Begegnungen

Donnerstag, den 09.02.2012
(von Julia Gentsch und Muzaffer Gül)

Heute Morgen um 7Uhr sind wir endlich nach 12 stündiger Busfahrt in Durban angekommen.
Die Nacht im Bus hatte ein ganz besonderes Highlight. Als schon fast alle schliefen meinte ein Kommilitone besonders aufzufallen. Bis zu dem Zeitpunkt dachten alle, dass er ein ganzer Kerl wäre. Was passiert ist? Er hatte schlecht geträumt... der Arme.... und hat einen Urschrei im Bus ausgelöst. Daraufhin sind alle Passagiere hoch geschreckt, der Busfahrer hat das Licht angemacht und die Busbegleiterin, mit der Schreckensstimme, hat sogleich gefragt, was los sei. Nur einer hat nichts mitbekommen; der Student, der den Urschrei los gelassen hat. Er drehte sich genüsslich um und schlief weiter.
Seitdem wissen wir, dass sein Ego selbst bis in den Schlaf hinein reicht, da er immer im Mittelpunkt stehen muss.

Zum Glück hat er den Sprung in den Löwenkäfig heil überstanden... ;-)

Nachdem alle gemütlich wieder eingeschlummert waren, meinte die Busbegleiterin uns alle wieder aus unseren Träumen reißen zu müssen – machte das Licht an und schrie mit ihrer engelsgleichen Stimme: „Somebody has smoke in the toilette. This is so selfish.“ Und drohte allen an, sie aus dem Bus rauszuwerfen, sobald einer nochmals auf der Toilette rauchen würde. Trotz einiger Kontrollen nach dem Toilettenbesuch von einigen Kommilitonen, sind alle wohlbehütet im Bus geblieben. Die Studenten der RFH wissen halt, wie man sich zu benehmen hat.

Nun ja, im Gästehaus schließlich an gekommen, gab es erst mal Frühstück.

Anschließend sind wir auf die Zimmer gegangen, wo einige die Zeit bis zum nächsten Firmenbesuch mit einer Dusche und einem Nickerchen verbrachten. Andere haben sich im Pool abgekühlt.

Schließlich ging es mittags auf zum letzten Firmenbesuch der Studienreise. Ziel war diesmal die Joint-Venture Raffinerie zwischen Shell und BP. Für 3 der Teilnehmer der Studienreise war es doppelt so spannend die Raffinerie zu besuchen, weil sie in Deutschland selbst in einer Raffinerie arbeiten.

In der Raffinerie angekommen hat uns Frau Margaret Rowe (Kommunikationsmanagerin) in Empfang genommen. Am Tor mussten wir leider unsere Kameras abgeben, da Fotos und jegliche Art von Dokumentationen in der Raffinerie untersagt sind.
Als schließlich alle ihre Besucherausweise hatten ging es in einen Konferenzraum, wo die Sicherheitseinführung und Firmenvorstellung vollzogen worden ist. Den Sicherheitstest hat glücklicherweise jeder gleich auf Anhieb bestanden!

Natürlich möchten wir an dieser Stelle das leckere Buffet nicht unerwähnt lassen, da sich hier, die Firma wirklich ins Zeug gelegt hatte – Snacks, Kaltgetränke, Obst, alles was das Studentenherz erfreute, war vorhanden.
Generell war der ganze Besuch hervorragend organisiert. Für alle war bereits PSA (Persönliche Schutzausrüstung: Helm, Overall, Schutzbrille, Gehörschutz, Sicherheitsschuhe, Fluchtfilter, H2S-Filter) herausgelegt worden, sodass dem Besuch der Produktionsanlagen nichts mehr im Wege stand. Wobei wir wirklich gelernt haben, wie anstrengend es ist, sich bei über 35°C in voller Montur in der Sonne aufzuhalten und so recht wollte keiner mit den Arbeitern tauschen.

Nach dem Rundgang durch die Raffinerie und ein kleine Close out Runde, ging es wieder zurück ins Hotel, wo wir unseren letzten gemeinsamen Abend mit einem Barbecue beendeten.

Dabei haben wir in Rekordzeit 30l Bier zu 16 Mann (Frau) vernichtet. Das ganze hat nur 2 Stunden gedauert, wodurch wir sehr schnell auf dem Trockenen saßen.

Auch nicht unerwähnt sollte die Kakerlakenjagd bleiben, wo ein Kommilitone todesmutig eine 5cm lange Kakerlake in seinem Zimmer gefangen hat,

um sie dann in den Gluten des Grills zu rösten

– anschließend startete eine wilde Kakerlaken-Jagd.

Auch der Pool wurde von einigen noch einmal genutzt und so neigte sich der letzte gemeinsame Abend der Studienreise dem Ende zu...

Muzaffer Gül
Julia Gentsch

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