Samstag, 11. Februar 2012

15 - nach Maputo

Freitag der 10.02.2012
(Von Jan Grelck und David Weisheit)

4.30 Uhr, Wecker klingelt. Nach einer kurzen Nacht ging es wieder los. Nach dem unser super Frühstück (Sandwich und Wasser) verteilt worden ist und unser Taxibus wahrhaftig mal pünktlich da war, ging es um 5:45 Uhr auf zu unseren Reisebus nach Maputo. Leider mussten wir hier unsere ersten Verluste beklagen, da vier Mitreisende, die wir an dieser Stelle herzlich grüßen, am Montag wieder zur Arbeit gehen wollen.
Bedingt durch unsere Nationalität, waren wir natürlich 30 Minuten vor Ort, Abfahrt 6:30 Uhr. Der Busfahrer des Reiseunternehmens „Africa Bus“, hier ist noch drin, was draufsteht, kam auch pünktlich um halb 7 aus dem Hotel. Nach dem dann alle Tickets kassiert worden waren, wurde uns dann auch von einem afrikanischem Busfahrer klar zu verstehen zu geben, dass sein Bus nicht sicher sei, und er erst in eine Werkstadt fahren müsse, um den Reifen zu vollziehen. Der klitze kleine Haarriss in der Windschutzscheibe wurde jedoch nicht als beachtenswert eingestuft, da die Scheibe noch ihre Primärfunktion ausführte: Sie war da.Somit ist unser Gepäck, der Busfahrer, der Bus und das Geld erst einmal aus unserem Blickfeld verschwunden. Zum Glück waren wir nur einen Steinwurf von der Promenade entfernt und konnten dort in Ruhe etwas trinken und unser Frühstück zu uns nehmen, da es dann um 9 Uhr losgehen sollte. Als wir dann um 9 Uhr wieder an unserem Treffpunkt waren, wurde uns bewusst, dass wir uns verhört haben mussten, da der Bus noch nicht da war. So war es dann auch. Nach dem der nette Hotelmanager uns noch zwei Stunden in seiner klimatisierten Lobby hat quartieren lassen, ist auch endlich unser Bus gekommen und unsere lange Reise konnte beginnen.Als kleine Entschädigung, wurde anstatt des Buschfunkes ordentliche Chartmusik aufgelegt. Des Weiteren durften wir uns über lokale Köstlichkeiten freuen (Muffins und Saft aus dem Tetra Pak). Nach ca. 30 Minuten war dann auch der erste Stopp zum tanken nötig. Nun konnte es aber in gewohnter weise endlich Richtung Süden gehen. Nach einem weiteren Stopp an einem Kaffee mit offener Toilette, gelangten wir um ca. 18 Uhr an die Grenze von Swasiland, wo wir uns bei einem kurzen Fußmarsch die Beine vertreten konnten. Dieser war so ermattet, dass in der nächsten Bar ein isotonisches Erfrischungsgetränk fällig war. Die Bar befand sich direkt an der gut ausgebauten Hauptstraße unserer Route. Abseits dieser Route konnte man sich nur noch mit dem Geländewagen fort bewegen.Nach etwa 2 Stunden Fahrt mit Ganzkörpermassage gelangten wir nun zu unserer Zielgrenze. Hier galt es in erster Linie das Visum zu erlangen. Durch hochtechnisierte Computerstandards und ein High-End Fotolabor (Logitec Webcam und Camping LED-Leuchte) wurden wir in einer Rekordzeit von 1,5 Stunden und einem Haufen Geld weniger abgefertigt, sodass unsere Mitreisenden einschließlich Busfahrer schon ungeduldig auf uns warteten. Nun konnte es aber weiter nach Maputo gehen. Dies führte über teilweise sehr holprige Straßen. Zwischendurch durfte der Busfahrer aber abermals anhalten, um den Kühlmitteldurst des Reisebusses zu stillen.
Als wir um 23 Uhr in der Hauptstadt ankamen, begrüßten uns beim Aussteigen aus dem Bus lokale Transportunternehmen und hielten uns ihr Taxischild penetrant vor die Nase. Nachdem wir uns für die aufdringlichsten drei Taxen entschieden hatten, ging es mal wieder ans lustige Koffertetris, sodass zwei von vier Koffer im Passagierraum und zwei im Kofferraum mehr oder weniger Platz fanden. Der Platz im Kofferraum war jedoch noch durch einen wertvollen Ersatzreifen, bei dem ca. 90 % der Karkasse noch nicht sichtbar war, belegt und musste beim aufmerksamen Wachpersonal in Verwahrung gegeben. Der Kofferraum ließ sich durch diese Maßnahme immer noch nicht schließen, aber ala ganz afrikanischer Art sind wir mit offenem Klappe los gefahren. Bei einem Zwischenstopp an der Ampel wurde der Sitz des oberen Koffers nochmal auf sicheren Halt überprüft. Da hier kein zufriedenes Ergebnis festzustellen war, wurde nach langen Berechnungen und einem beherzten Tritt auf dem Koffer wurde die Haftreibung zwischen Koffer und Kofferraum erhöht.
Schließlich gelangten wir zu unserem Gefängnis, oh pardon Hotel. Nach emotionalen Ausbrüchen haben wir den Abend mit einer leckeren Pizza in einem lokalen Restaurant ausklingen lassen.

Bye folks

Jan Grelck
David Weisheit

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