Donnerstag, 2. Februar 2012

6 - Bye bye Johannesburg, Kapstadt wir kommen!

Mittwoch, der 1.2.2012
(von Sarah Gemünd)

Heute kamen wir nochmal in den Genuss des Ausschlafens und des gemütlichen Frühstückes, nachdem manche von uns den Sonnenaufgang Johannesburgs auf dem Weg zurück von einer feuchtfröhlichen Geburtstagsfeier erleben konnten.
Anschließend wurden die letzten Ausrüstungen für unsere bevorstehende 27-stündige Zugfahrt nach Kapstadt bei unserem Stammsupermarkt eingekauft und die Koffer gepackt.

Unser Zug, der „Shosholoza Meyl“, war für viele von uns anfangs sehr gewöhnungsbedürftig. Der südafrikanische Standard für Klasse 2 Schlafkabinen ist doch etwas anders als das unserer Deutschen Bahn.
Würden wir in Deutschland in einem Zug sitzen, der durch die derzeitigen heißesten Regionen (35°C) fährt und keine Klimaanlage besitzt, wäre dies unvorstellbar. Hier jedoch „normal“.

Wir versuchten diese Hitze mit unseren Mitbringsel aus dem Supermarkt zu ertragen, aber nach ca. 2 Stunden waren unsere Erfrischungsgetränke ungenießbar. So versuchten wir uns an kleinerlei Anstrengungen zu betätigen und genoßen einfach diesen einzigartigen Ausblick.
Das nicht jeder die Hitze ertragen konnte, wurde daraus deutlich, dass manche doch glaubten Zebras, Affen und Bisons gesehen zu haben.

Die 1405km lange Zugfahrt führt uns durch „Middle of South Africa“ oder besser gesagt durch das „Middle of Nowhere“. Von Johannesburg (Gauteng) über Bloemfontein (Free State) und durch das Eastern Cape nach Kapstadt (Western Cape).
Weit und breit nur Sträucher, Berge, einsame Pfade und abgelegende Dörfer, aber wunderbare Aussichten.

Gegen 19:00 Uhr durften wir aus dem Zug einen einzigartigen Sonnenuntergang erleben, die ganze Landschaft wurde in ein rötliches Licht getaucht und verleitete doch auch den ein oder Anderen männlichen Kollegen zum Staunen ;-)

Die Nacht begann für viele von uns gegen 23:00Uhr, nachdem die Kabinen schlafgerecht hergerichtet worden sind. Die ständigen Stopps, das Rattern und Quietschen des Zuges, die lauten vorbeifahrenden Züge und das ein oder andere Schnarchkonzert wurde von Stunde zu Stunde zur gewohnten Geräuschkulisse und ließ die Meisten ruhig schlafen...


written by Sarah Gemuend

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