(von Tobias Günther)
Für einige von uns begann dieser Tag besonders gut. Kurz nach 0:00 Uhr öffneten wir das E-Mail-Postfach und die E-Technik-Noten trieben uns ein Lächeln ins Gesicht, alle haben bestanden, die Studienfahrt wurde schlagartig zum Urlaub.
Gegen 01:00 Uhr kam auch das Oberhaupt aus der Stammtaverne, wir gingen erst mal schlafen, doch der nächste Tag begann sehr früh, für einige zu früh.
Gegen 08:00 Uhr ging es, nach einem für die Meisten ausgiebigen Frühstück, auf zur Kohlemine Phola Coal, eine der größten Kohleminen Südafrikas. Auf der Fahrt zeigten sich die ersten Ermüdungserscheinungen, der halbe Bus schlief, zumindest, bis wir von der Autobahn waren. Die Straßenverhältnisse ließen keine weitere Erholung zu.
Der Tag bei Phola Coal begann mit einem Alkoholtest, den alle, entgegen aller Erwartungen, mit 0,00 Promille „bestanden“ hatte. Darauf folgte ein kleiner Snack, spätestens hier waren alle an Bord. Auf eine Präsentation zum Unternehmen und einer Sicherheitsunterweisung folgte eine Führung über das Werksgelände. Man zeigte uns die Förderbänder, welche aus den Silobehältern Kohle ins Werk transportierten. Auf ca. 50m Höhe bekamen wir einen Überblick über die Arbeit, welche man hier verrichtet. Anschließen ging es in Sachen Höhe bergab, das Niveau blieb aber oben. Nach einem Überblick über die Filteranlagen ging es wieder zurück zum Konferenzraum, wo man uns mit Präsenten und einem guten Mittagessen erwartete. In Sachen Stimmung war der Tag kaum noch zu schlagen, alle waren oben auf und voller Tatendrang. Hierbei sei aber gesagt, auch ohne die Verpflegung waren alle von dem, was man uns gezeigt hat, begeistert!
Um ca. 14:00 Uhr traten wir die Rückfahrt an. Das mehrtägige, große Betteln wurde erhört, wir fuhren einen Umweg über Soweto (South-West-Township). Bei 5 Millionen Einwohnern wurde deutlich, wie gut es uns doch geht. Zwischen der größten Armut, wir sprechen von 15 Bewohnern eines ca. 57,5 Quadratmeter großen Hauses, standen recht ansehnliche Häuser und Wohnungen. Unter anderem das Nelson Mandela-Museums. Zum Ende der Stadtrundfahrt hielten wir noch in Soccer-City, dem größten Fußballstadion Südafrikas, indem das Erste und Letzte Spiel der Fußball-WM 2010 ausgetragen wurde. Dieses wird mittlerweile hauptsächlich für Rugby genutzt.
Anschließend machten wir uns auf den Weg zurück zur Unterkunft, wo wir es uns, nach dem Einkauf von Fleisch und Bier, bei einem Grillabend gemütlich machten. Bei mal mehr, mal weniger, anregenden Gesprächen, ließen wir den Abend in aller Ruhe ausklingen. Zumindest bis 0:00 Uhr, da hatte Muzzi dann Geburtstag und es ging, wie sollte es anders sein, auf in die Stammkneipe! Die Aussicht auf den nächsten Tag lies nichts Gutes erwarten...
Created by: T. Günther
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